Vom langweiligen Hexensabbat Todmüde, Gehen zwei Hexen und führen ein Gespräch. "Nun was sagst du, Bruder-Hexe, Und wer geht nachschauen, Wie unsere in der Stadt leben! Wie hat sich alles verändert! Schon zerfallen Am Fuß des Kahlenberges. Und die Burschen, scheint es Sind seit langem nicht vorbeigekommen - Es blieb nur ein Vampir..." Und der Waldgeist fragte sie: "Wohin des Weges?" "Wir spazieren in der Stadt herum - bei uns ist es doch langweilig" "Ach, Ihr widerlichen Weiber! Dann solltet Ihr mindestens Mich, den Alten, mitnehmen." Einander beschimpfend Sind sie zum Waldrand aufgestiegen. Entgegen kam ihnen der Feind-Blutsauger. Er schimpfte heftig, Er hat sich an ihre Fersen geheftet, Schrie, als ob er wußte, wie es ist. Sie fragten den Waldgeist: Wie ist er? "Wir nehmen den Blutsauger mit! Nur nicht Blut saugen und anständig benehmen!" Er hat ein bißchen gequackt, Hat seine Eckzähne versteckt, Ist so hübsch geworden, - daß man ihn taufen kann. Sie haben sich schnell angepaßt, - Haben sich als Touristen ausgegeben Haben gegessen und getrunken im Cafe Grand Hotel, Aber der Waldgeist hat Spuren hinterlassen Mit seinen Füßen - Und sie wurden gebeten zu gehen. Während sich der Waldgeist rasiert hat Ist der Vampir verschwunden, - Und der Waldgeist verdammte seine Vertrauensseligkeit. Und die Hexen sind ein wenig herumgeschlendert - Und sind auch entfleucht, Sich an dieses Paradies gewöhnend. Und wahrscheinlich jedoch Verlockte das Rennen die Hexen: Dort schrie man viel und es gibt ein Risiko beim Rennen, - Und dort haben sie verloren Weder viel, noch wenig - Dreitausend im neuen Geld. Durchnäßt, blaß, Schaute mürrisch der Waldgeist Aber erinnerte sich, daß hier sein Freund der Hausgeist ist, - Und begann zu klopfen: "Wo ist mein Freund, Hausbewohner?!" Und sie antworten: "Trunksucht." Währen die Hexen heulten Und alles ausgegeben haben, Während sich der Waldgeist besinnungslos im Cafe betrank, - Hat sich der Blutsauger eine Witwe gefunden, Hat ihr Blut ausgetrunken, Und dann schlief der Vampir am Sofa.
           
© Elisabeth Jelinek. Übersetzung, 2017