Im Rausch habe ich den Wald beherrscht War stark und unermüdlich Gesungen habe ich unbändig und wie ich singen konnte Ein unsinniges Lied "Schwarze Augen Wie habe ich Euch geliebt" Wir sind dahin gezottelt, galoppiert und leicht getrabt Das schäumende Pferd schleudert mir den Morast ins Gesicht Ich schlucke den Dreck mit der Spucke und dann Trink ich einen Schluck und stimme wieder ein Lied an "Schwarze Augen Wie habe ich Euch geliebt" Aber ich machte dem ein Ende schob beiseite, was es doch nicht mehr gibt Ich habe den Kopf geschüttelt um die Träumereien zu vertreiben habe mich umgeschaut und wachgerüttelt und sogar vor mich hin gepfiffen Der Wald ist vor mir, wie eine Wand, undurchdringlich und fest Die Pferde spielen mit den Ohren, sie fürchten sich Nirdengdwo ein Lichtstreifen, der eine Waldlichtung erahnen lässt Bis auf die Knochen stechen die Tannennadeln mich Mein Gabelpferd Bruder, rette mich Warum bist du umgekehrt Mein Lieber? Wie Gift von den Zweigen tropft der Regen nach etwas Bösem riecht es einen Wolf sehe ich, rasch sich bewegen unter dem Bauch meines Seitenpferdes Ach ich betrunkener Narr, mit glasigem Blick Das Ende ist gekommen, aber weglaufen gibt es nicht gebt mir das gestohlene Ass aus dem Kartenspiel zurück Die Liebe ist die einzige Karte welche den Tod aussticht "Hol euch der Teufel" brülle ich die Wölfe an Und die Pferde treibt ihre Angst voran Ich bewege die Peitsche lasse sie sausen durch die Luft und kreische "Schwarze Augen..." Ein Schnauben, Stampfen und es klirrt Die Glöckchen machen Musik, sie spielen auf dem Kummet Nutzlos habe ich euch meine Pferde geschunden, ich habe geirrt Tragt mich fort Freunde, weg von diesem krummen Weg Nach dieser Verfolgungsjagd ist sogar der Kater verschwommen Fast hat die Kutsche zuletzt versagt Nur mehr auf den Achsen sind wir angekommen Vollbedeckt mit Schweiß der in Strömen fließt heraus Wir kamen zu Atem, räusperten uns Und ruhten uns aus Dafür dass sie mich nicht im Stich ließen, vor den geschlagenen Pferden Zutiefst bis zu ihren Hufen, zur Erde verbeugte ich mich ganz hin werfe meine Sachen vom Wagen, führe sie am Zügel zu ihren Herden Gott schütze euch, Pferdchen, dafür dass ich noch am Leben bin                
© Elisabeth Jelinek. Übersetzung, 2015