Ob du mit dem Zug oder mit dem Auto fährst Oder nach einem Schluck Wein spazierst, Bei dem modernen Überfluß an Autos Ist es schwierig das Leben bis zum Ende zu schaffen. Es gab einen Unfall in Samoskoretsche Drei führten einen zur Beerdigung, Alle, auch der Fahrer, wurden verletzt, Nur diesem im Sarg - ist nichts passiert. Die gemieteten Weiber heulten heuchlerisch, Der Diakon - konnte auch keine hohe Note halten, Laut und falsch haben kupferne Tuben gespielt Nur dieser im Sarg - hat den richtigen Ton gehalten. Der ehemalige Vorgesetzte und heimliche Räuber Hat ihn auf die Stirne geschmatzt und ecklig gespuckt, Alle haben pflichtschuldig geküßt, aber der bescheidene Verstorbene Hat niemanden geküßt. Aber der Donner dröhnte - nirgendwo kannst du trinken, Die Naturkräfte spucken auf die Reden, Alle sind weggelaufen unter die Gedenkstätten und Dächer Nur der Verstorbene ist nicht weggelaufen. Was ist für ihn Regen - er hat keine Angst vor ihm, Die Lebendigen sind weniger abgehärtet. Nun aber die Verstorbenen, frühere Menschen, Tapfere Menschen sind anders als wir. Egal wie du dich beeilst, du wirst überholt Von einem klebrigen Schild, wie ein Zeichen auf der Stirn, Und nichts bedroht dich, Wenn du im Eichensarg bist. Egal ob separat oder im Massengrab, Die Verstorbenen kümmert die Wohnungsfrage nicht mehr, Alle Achtung vor diesen Entschlafenen, Sie machen überhaupt keine unnötigen Sorgen. Im Schattenreich, in dieser strengen Gesellschaft, Gibt es keine Gefahren und keine Aufregungen, Was aber uns angeht - wir gehen alle unter Gottes Schutz, Nur diesem im Sarg - ist es egal. Ich höre einen Vorwurf: "Er rühmt die Verstorbenen!" Nein, ich bin auf das ungerechte Schicksal böse, Alle werden wir irgendwann von irgendwem überfahren, Mit Ausnahme von diesen, welche schon im Sarg sind, Organisiert und verläßlich arbeiten die Schlachthäuser, Alle Verantwortlichen sind in Form, Das heißt, potentiell ist jeder von uns ein Verstorbener, Mit Ausnahmen von diesen, die es schon sind.
© Elisabeth Jelinek. Übersetzung, 2016