Es gab einmal einen gutherzigen Possenreißer-Einfaltspinsel. Wohin haben ihn die Teufel nur getragen! Aber einmal, ganz speziell, Hat er Glück gehabt - Und ist in ein ganz fremdes Reich geraten. Die Tränen fallen - so hat er es verdient Der Einfaltspinsel: Sitzt nicht rücklings Auf der Stute, Po-sen-rei-ßer! Mitten im großen Feld - schau - sind drei Stühle, - Der Possenreißer im Bereich der Backen als wäre er gestochen worden - Oben - Beschriftungen: "Für Gäste", "Für Fürsten", Und auf dem Dritten , "Stuhl für das königliche Blut". Da auf den ersten Stuhl setzte sich Der Einfaltspinsel, Weil ihm ums Herz Schwach geworden ist, Pos-sen-rei-ßer! Kaum hat es sich der Possenreißer auf dem Stuhl bequem gemacht - Haben die Diener sofort berauschenden Wein herbeigebracht, Der Possenreißer hat Neue Kräfte gespürt - Aß elegant, praßte und scherzte. Schaut, starrt mich an - In wilder Kraft Kletterte auf den Stuhl für Fürsten Der Einfaltspinsel, Po-sen-rei-ßer! Und sofort hat der ehemalig gutherzige Possenreißer Gespürt, daß er - ein verantwortungsbewußter Mann ist, - Begann Ratschläge zu erteilen, Berief das Heer ein, Und war fast schon entschlossen zu kämpfen. Sodann - erwärme die Hände mehr, Wenn du bei Kräften bist! Auf den Stuhl für Könige kletterte Der Einfaltspinsel, Po-sen-rei-ßer! Sofort streckten sich die Hände nach dem Siegel aus, Sofort begann man mit den Füßen zu trampeln und zu schreien: "Seist du ein Fürst, seist du auch Selbst Gott - Ich bin erzürnt und befehle dich zu Tode zu prügeln!" Wo sind die Leute in diesem Augenblick In einer Reihe waren sie - Dann würden sie das Kompliment nicht aussprechen Dem Einfaltspinsel, Pos-sen-rei-ßer! Er war aber gutherzig, dieser selbige Einfaltspinsel - Er wollte einen Erlaß verabschieden über den Überfluß... Nur der Stuhl für ähnliche Sachen hat es nicht erduldet: Hat ihn irgendwie abgeschüttelt - und, klar, dort konnte er nicht sitzen... Und er kam zur Besinnung der gutherzige kleine Einfaltspinsel Bei sich auf dem Heuboden Auf dem er geboren wurde, - Pos-sen-rei-ßer!
© Elisabeth Jelinek. Übersetzung, 2016