Womit und wie, mit welchem Standpunkt Kann man diesen Feldzug rechtfertigen - Warum sind wir an der Grenze Zurückgegangen und nicht nach vorne? Vielleicht hält man das für ein Manöver (Es gab solche in der Geschichte), - Nur war es im einundvierzigsten besser Nicht in der Nähe von Moskau zu kämpfen! Die Wunden schmerzen seltener, weniger: Ein Viertel Jahrhundert ist keine große Zeitspanne, - Aber bei den Schläfen pocht wie bei Trommeln Das Gedächtnis und strebt zum Kampf. Die Moskauer schreiben Briefe, Daß der Feind nicht schafft, Moskau zu erobern. Endlich haben wir begriffen, Daß es kein Zurück mehr gibt. Unsere Post wurde vom Briefträger Nach einer Stunde ausgetragen, - Zu schnell und es wäre besser gewesen, Hätten uns diese Briefe später erreicht. Wir, wie die Frauen, warteten auf den Kampf, In die Erde und Schnee grabend - Suchten wir die Schuldigen nicht, Außer den gemeinsamen Feind. Und wir fanden keinen Platz - Nur schneller, wenn auch Sturm laufend! - Zurückziehend aus Brest Und die sibirischen Regimenter.         Man wartete auf diese Stunde, man wartete auf diesen Augenblick Der Offensive so viele Tage! - Damit später in den Büchern geschrieben würde: "Beispielslos, von ihnen..." Mit ihrem eigenen riesengroßen Glauben, Mit dem Wunsch sich zu rächen, Mit solchen eigenen Verlusten, Ist es unmöglich sich nicht zu erinnern und vergessen. Wer mit der Todesnachricht geblieben ist - Las: "Ihr Mann, unser Freund..." Noch lange Zeit werden durch Waggons - Welche ohne Fuß und welche ohne Hand gehen.         ...Helfen Sie, wenigstens ein wenig, Reißen Sie sie von den Frauen weg! Gott gebe Euch, an Gott zu glauben - Wenn das der Kriegsgott ist!
© Elisabeth Jelinek. Übersetzung, 2017