Leider muss ich jetzt los, ich war glücklich bei euch, deshalb - „leider“. Alles lasse ich hier, dort man braucht nichts - ich nehme nichts mit. Nicht dass ich gehen will, - so ist’s nicht, einfach muss ich jetzt weiter... Meine Pferde sind da, diese Pferde sind launisch und fit. Es gibt keine Propheten mehr. Es steht Ganz schlecht um die Propheten hierzulande. So wurde überliefert - „Ein Prophet Gilt eben nichts in seinem Vaterlande“.                 Ich hab alles verschenkt, alles habe ich selbst abgegeben. Keinen ließ ich hier einmal im Stich, legte keinen herein... Und ich gehe die Treppe hinauf von der Stille umgeben, Hier ist’s leise im Haus, auf dem Dachboden bin ich allein. Das weiß doch jedes Kind, dass ein Prophet Gilt überall nichts - nicht nur hierzulande. Was soll’s?! Selbst ein Prophet aus Nazareth Galt eben nichts in seinem Vaterlande. Unten quatscht man herum, das sei gut, dass ich nicht mehr hier lebe. „So ist’s besser für uns!“ - hört man sogar im Obergeschoß. An der Wand seh’ ich eine Ikone, das Spinngewebe Reiße ich von ihr ab. Ich beeile mich sehr - ich muss los. Ich und der Heilige - wir sind jetzt Tete-a-tete, Er hat gesagt mir das, was ich schon ahnte - Er sagte mir ganz traurig: „Ein Prophet Gilt nichts nicht nur in deinem Vaterlande.“ Nun ich springe aufs Pferd, es geht los - geb’ die Sporen und reite Ich wie immer in vollem Galopp - kann nicht reiten im Schritt. Nicht weil ich gehen will - so ist’s nicht, einfach muss ich jetzt weiter... Es ist Zeit... Ich muss los - meine Pferde sind launisch und fit. Ich wiederhole ständig wie ’n Gebet, Das was dank Jesus schon Matthäus kannte. So steht geschrieben in der Bibel - „Ein Prophet Gilt eben nichts in seinem Vaterlande.“
© Igor Golubev. Übersetzung, 2001
© Igor Golubev. Vortrag, 2012