Ja sie hat alles was man so hat im Quartier, doch bei mir geht es fürchterlich drunter und drüber. Ja und ihr, jede freie Minute gilt ihr, und zu ihr schau ich aus meinem Fenster hinüber. Und bei ihr helles Licht, das die ganze Nacht brennt, ich erfuhr gestern vom Liftchauffeur, als wir soffen, dass sie zwei aus dem Kino persönlich gut kennt, und sie hat vom Taganka den Star schon getroffen. Und als ich noch den Hausmeister sprach jeden Tag, hörte ich über sie interessante Nuancen: Ja sie hat einen Bruder im Team von Spartak, und Papa ist schon lang Referent für Finanzen. Ich bekenn, dass ich ständig ins Stadion renn, zu Spartak, und dass ich ihren Bruder verehre, ich bekenn, dass ich unsren Finanzchef gut kenn, und dass ich selbst Theater zu spielen probiere. Ja sie hat, ja sie hat Blumen auf ihrem Brett. Ja sie hat hübsche Vorhänge bis auf den Boden. Wenn doch ich, wenn doch ich auch am Fenster was hätt, doch nur Staub, dicker Staub liegt auf meinen Kommoden. Nun was soll‘s! Ich riskier es und kaufe ein Los. Ja und dann wird für mich jenes Warten beginnen, und obwohl die Gerechtigkeit nirgendwo groß, werde ich ganz bestimmt einen Wolga gewinnen.
© Manfred Lieser. Übersetzung, 2015